Hypertonie (Bluthochdruck)
Bluthochdruck, in der Fachsprache arterielle Hypertonie, ist eine der Hauptursachen für Verkalkungen der Blutgefässe, Schlaganfall und Herzinfarkt.
Bluthochdruck ist aber neben der Zuckkrankheit eine der häufigsten Erkrankungen in Österreich, bleibt aber langes Zeit unbehandelt, weil Patienten mit Bluthochdruck am Anfang der Erkrankung kaum Beschwerden haben.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO unterteilt die Hypertonie in drei Grade (gemessen in mmHg):
| Optimaler Blutdruck | unter 120/80 |
| Normaler Blutdruck | unter 130/85 |
| Grenze zur Hypertonie | 140/90 |
| Grad 1: milde Hypertonie | unter 160/100 |
| Grad 2: mittelgradige Hypertonie | unter 180/110 |
| Grad 3: schwere Hypertonie | über 180/110 |
Gemäss den Empfehlungen der Deutschen Hochdruckliga und der Österreichischen Gesellschaft für Hypertensiologie ist ein Blutdruck von 140/90 regelmässig ärztlich zu überwachen.
Dies geschieht mit der Blutdruckmessung am Oberarm in sitzender Position in körperlicher Ruhe.
Hochdruckpatienten sollten auch ein eigenes Blutdruckmessgerät zu Hause haben und selbst regelmässig ihren Blutdruck kontrollieren.
Ursachen des Bluthochdrucks:
Häufig kann die Ursache für erhöhten Blutdruck nicht eruiert werden. In diesem Fall spricht man von primär erhöhtem Blutdruck (Essentielle Hypertonie). Dieser ist meist Folge einer Kombination verschiedener Risikofaktoren.
Bei der Sekundären Hypertonie liegt dem Hochdruck eine andere Krankheit zugrunde. Folgende Erkrankungen können den Blutdruck erhöhen:
Auch kann es im Verlauf einer Schwangerschaft zu Bluthochdruck - zur so genannten Präeklampsie - kommen.
Risikofaktoren:
Symptome bei sehr hohem Blutdruck (hypertensiver Notfall oder Krise):
Das plötzliche Ansteigen des Blutdrucks wird als hypertensive Krise (Hochdruckkrise) bezeichnet. Die genannten Beschwerden treten dabei akut und sehr stark auf. Es kann sogar zur Bewusstlosigkeit kommen. Ein derartiger Notfall erfordert eine umgehende ärztliche Versorgung.
Behandlung:
Die wichtigste Methode erhöhten Blutdruck zu senken ist den Lebensstil zu ändern: Ausreichende Bewegung (3x pro Woche 30 Minuten spazieren gehen ist das Minimum), eine ausgewogene, fettreduzierte Ernährung, Reduktion des Kochsalzgebrauchs, Aufgabe des Inhalationsrauchens, Gewichtsreduktion bei Übergewicht und ausreichend erholsamer Schlaf sind die billigsten, aber nicht immer ganz einfach umzusetzenden Therapieansätze.
Erst daran schließt sich die medikamentöse Behandlung.
Zur Verfügung stehen hier verschiedene Substanzklassen, die einzeln oder auch in Kombinationen angewendet werden.
Am Beginn einer medikamentösen Behandlung werden Sie sich bei Erreichen der Normalwerte, oder für Sie festgeleten Zielwerte (die bei Patienten mit Zuckerkrankheit beispielsweise bei 120/80 ! leigen sollten) möglicherweise müde und abgeschlagen fühlen.
Diese Beinträchtigung ist vorübergend und als Anpassungsreaktion des Körpers an den normalen Blutdruck zu verstehen.
Wenn Sie bereits mit Blutdruckmedikamenten behandelt werden dürfen Sie diese in keinem Fall ohne Rücksprache mit ihrem Arzt selbstständig absetzen - ein neuerlicher, dann massiv erhöhter Blutdruck wäre die mögliche Folge.
Achten Sie auch darauf ihre Blutdruckmedikamente zu den vorgeschriebenen Zeiten und regelmässig einzunehmen!
Weiterführende Informationen finden Sie im Internet beispielsweise unter www.netdoktor.at